Anmelden



Unser Newsletter

Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonieren!

Wer ist online?

Wir haben 54 Gäste online

Veranstaltung


VdK Weihnachstfeier
am 17.12.2017 14:00
Bürgerhaus Ober-Widdersheim
findet statt in
0 Tag 22 Stunden 0 Minute

Neuste Dateien

27.08.15
'Dorfgemeinschaft' Beitrittserklärung
21.06.15
Satzung

Wetter

Das Wetter heute
Das Wetter morgen
Am Klappersberg 1 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 07. November 2009 um 00:56 Uhr

Beispiele einer liebevollen Restaurierung

Das nachstehend beschriebene Haus mit Nebengebäuden ist eines der ältesten Gebäude Unter-Widdersheims, wenn nicht sogar das Älteste.

Es liegt "Am Klappersberg", früher "Kirchweg" am Weg zur Kirche nach Ober-Widdersheim.
Es wurde nach dem 30-jährigen Krieg gebaut, also im 17. Jahrhundert.
Der vorbeiführende Bach mit Wehr war früher ein Mühlgraben. Das Haus gehörte Georg Matfeld, der 1702 die Genehmigung zum Betrieb einer Hafermühle erwirkte.
1702 wurde zum Mühl-/Wohnhaus eine Scheune gebaut.

 

Ausgangszustand:

Das Haus war bei Übernahme nicht bewohnbar und wurde in mehreren Schritten in den heutigen Zustand versetzt.

Hausrenovierung alt und neu

 
Das Haus ist bewohnbar und ein Schmuckstück des Ortes.

Detailarbeiten

 
An vielen Stellen wurde auch im Detail sauber restauriert.

Scheunenrestaurierung

 
Die Scheune ist statisch wieder restauriert und verschönert.

 

 

Die Hausrenovierung:

Das Haus war bei Kauf nicht beziehbar und wurde mit erheblichen Eigenleistungen liebevoll restauriert.
Neben vielen Arbeiten an der Substanz mußte die komplette Installationstechnik erneuert werden.

Im Folgenden sind die Arbeitsfortschritte am Haus selber dargestellt. Beispiele für Details sind im entsprechenden Kapitel aufgezeigt.

Hier der Ausgangszustand:

Das Haus war im unteren Bereich voll verputzt.
Viele Balken waren geschädigt
 
Dieses älteste erhaltene Foto von ca. 1910/20 zeigt den ursprünglichen Zustand zum Anfang des 20. Jhds. Das Erdgeschoß war noch in Fachwerk ausgeführt.

1912 hieß der Besitzer Phillip Eiser. Später erwarb es Karl Schäfer (genannt Schmieds Karl), der zwischen 1920 und 1950 darin eine Schmiede betrieb. Zu dieser Zeit wurde im Erdgeschoß das Fachwerk entfernt und untermauert.
 
Nach Karl Schäfer wechselte das Haus häufig seine Besitzer, die es wenig liebevoll und denkmalschützerisch behandelten.
Ställe wurden beseitigt und die zum Hof offene Schmiede zugemauert. Teilweise war es auch bis 1993 unbewohnt und wurde
1993 von Fam. Rohrbach gekauft, für die ab diesem Zeitpunkt das Abenteuer Restaurierung begann. 
 
Praktisch alle Natursteinmauern und die Sockelmauern wurden im Laufe der Zeit verputzt und mit einem braunen Anstrich versehen, was nicht dem Ursprung entsprach und einen tristen Eindruck vermittelte.
 
Nach Beseitigung des Putzes kamen schöne Natursteinmauern zum Vorschein.
Nach dem Sandstrahlen und Neuverfugen trat wieder die ursprüngliche Harmonie des optischen Eindrucks zutage.
 
  

 
 
Nach viel Arbeit erstrahlt das Haus nun in vollem Glanz.

 

 

Die Detailrenovierung:

Neben den Arbeiten an Fassade und Installation waren sehr viele Arbeiten im Detail an geschädigten Balken und Gefachen notwendig.

Die folgenden Bilder zeigen dafür Beispiele.

Die Fachwerkfassaden waren stark angegriffen, der Putz gerissen, ausgebrochen, ganze Gefache lose und teilweise mit unpassendem Zementputz ausgebessert. Der Putz war über die Holzflächen gezogen und angefaulte Stellen damit zugeschmiert.
 
  
Ölfarbe mit Grundierung, die nach dem Auftrag eine dichte Schutzschicht ergeben sollte, erhielt im Laufe der Jahre Risse und war abgeblättert. An manchen Stellen jedoch hielt sie und bewirkte, daß Feuchtigkeit nicht schnell genug oder gar nicht abzog, so daß sich darunter Faulnester bildeten, welche die Balken teilweise verrotten ließen.
 
 
An Verbindungsstellen mußten auch durch Stahlteile und neues Holz die Statik wieder hergestellt werden.
 
 
Zerstörte Stellen der Balken wurden durch Ausschneiden und paßgenaues Einsetzen von neu gefertigten Gegenstücken ausgebessert, die aus gesammelten Eichenbalken von abgerissenen Fachwerkhäusern verwendet wurden. 
   
 
Zerstörte Gefache wurden mit Lehmsteinen ausgemauert, nur zum Teil zerstörte mit strohversetztem Lehm ausgebessert. Anschließend sind die Gefache mit Kalkputz in Kellenputzweise ausgeführt, verputzt und gestrichen worden. 


 

 

Die Scheunenrenovierung:

Die zum Haupthaus gehörende Scheune wurde 1703 gebaut. Beim Kauf des Anwesens waren schwere, teilweise sicherheisrelevante Mängel feststellbar.

Auch hier wurde mit viel Eigenleistung wunderbar restauriert. Die folgenden Bilder zeigen dafür Beispiele.
 

Bei der Scheune waren die Schwellen zum größten Teil weggefault, wodurch sie unterschiedlich stark abgesackt war.
Die Scheune wurde daraufhin hydraulisch angehoben, mit Spannbändern gerichtet, mit Eisen fixiert, erhielt neue Schwellen, 1m-tiefe Fundamente und eine niedrige Natursteinmauer.
Auch innen wurde sie Statik mit hohem Aufwand wieder in Ordnung gebracht.
  
Der Scheunengiebel wurde auf gleiche Weise wie das Haupthaus restauriert.
 
 
 
Auch die Scheunenseitenwand wurde restauriert.

Der Giebel links gehört nicht mehr zum Besitz.

 


 
 
Nun strahlt die Scheune wieder wie neu.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. November 2009 um 01:33 Uhr
 
© 2008 Unter-Widdersheim - Wohnort im Grünen, naturnah und offen für Mensch und Tier - | Joomla 1.5 Templates by vonfio.de