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Unter-Widdersheim
Update 27.07.2022
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Das Aktuelle

Älteste Fotos beim Dorffest ausgestellt

Im Rahmen des Unter-Widdersheimer Dorffestes zum Abschluss der Dorferneuerung lief auch ein Wettbewerb, bei dem die Dorfbewohner*innen aufgefordert waren, ihre ältesten Fotos mit Unter-Widdersheimer Motiven zu präsentieren. Die ausgestellten Fotos wurden von einer ortskundigen Expertengruppe unter Beteiligung des Publikums bewertet und drei als Sieger des Wettbewerbs gekürt. Hierbei war das von Irmgard Eiser eingereichte Foto eines Fachwerkhauses aus dem Jahre 1947 eindeutig das älteste, gefolgt von „Blick über das Dorf“ aus dem Jahre 1950, eingereicht von Marc Gottwald, sowie „Eine Bauernhof-Idylle“ aus dem Jahr 1954, ebenfalls aus dem Bestand von Irmgard Eiser. Als besondere Anerkennung wird den Ausstellern der Siegerfotos sowohl ein Exemplar des Abschlussdokuments zur Dorferneuerung Unter-Widdersheim als auch ein Exemplar „Unter-Widdersheim – ein Leben im Dorf (Geschichte und Geschichten des Dorfes)“ überreicht werden.
Beide Werke hat der Arbeitskreis Dorferneuerung Unter-Widdersheim (AKDE UWi) im letzten Jahr seiner Tätigkeit kreiert und auch drucklegen lassen. Es besteht noch allgemein die Möglichkeit, gedruckte Exemplare dieser Werke zum Stückpreis von 10 Euro nach Vorbestellung und Vorkasse zu erwerben, so der Vorsitzende des AKDE UWi Arthur Schneider.


Fachwerkhaus im Jahr 1947 (Foto Irmgard Eiser)

Bauernhof-Idylle 1954 (Foto Irmgard Eiser)

Blick über das Dorf im Jahre 1950 (Foto Marc Gottwald)
Kreis-Anzeiger Nidda Lokales vom 19. Juli 2022
>>Ein Dorf zum Wohlfühlen<<
Unter-Widdersheim feiert Ende der Dorferneuerung mit Fest – Rundgang und Orts-Rallye
Unter-Widdersheim (mtt).Ziel der hessischen Dorfentwicklung ist es, die Dörfer in den ländlichen Räumen als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu gestalten. Um die Vielfalt dörflicher Lebensformen, das bau- und kulturgeschichtliche Erbe sowie den individuellen Charakter der hessischen Dörfer zu erhalten, sollen die Innenentwicklung gestärkt, die Energieeffizienz gesteigert und der Flächenverbrauch verringert werden. Dabei sind die Bürgermitwirkung ebenso wie der Aufbau von sozialen und kulturellen Netzwerken eigenständige Programmziele. Es kommt auf alle im Dorf an! So formulieren es die Richtlinien des Landes Hessen. Und diese Ziele hatte sich Unter-Widdersheim an die Fahne geheftet, als sich die Gemeinde 2008 mit Unterstützung der Stadt Nidda erfolgreich für das Förderprogramm „Dorferneuerung“ bewarb. Das Vorhaben war eigentlich auf neun Jahre ausgelegt, zog sich aber pandemiebedingt auf zwölf Jahre hin. Der Abschluss dieses Projektes wurde nun mit einem zünftigen Dorffest gefeiert.
Rückblickend, so leitete der Arbeitskreisvorsitzende Arthur Schneider seine Begrüßung ein, könne man mit dem gemeinsam Erreichten sehr zufrieden sein, wenngleich einige Planänderungen vorgenommen werden mussten und nicht alles reibungslos verlief. Arthur Schneider und sein Stellvertreter Mathias Franzius ließen die zurückliegende Zeit noch einmal Revue passieren. Zur Auftaktveranstaltung im Jahr 2009 kamen 24 Bürgerinnen und Bürger, die in Arbeitskreisen zu fünf verschiedenen Themenfeldern mitarbeiten und so die Grundlagen für die Entwicklung eines Dorferneuerungs-konzepts schaffen wollten, sich aber auch für die Verfahrensgänge hinsichtlich privater Projekte in der Dorferneuerung interessierten. Die Themen, die in unterschiedlichen Teams bearbeitet werden sollten, waren: Natur und Tourismus, Ortsbild, Soziales, Verkehr, Leitbild für Unter-Widdersheim. Stellvertretend für die zahlreichen engagierten Bürgerinnen und Bürger hob Schneider den leider allzu früh verstorbenen Wolfgang Wagner hervor, dessen Langmut, Beharrlichkeit und Fachwissen es zu verdanken sei, dass die Dorferneuerung zum Erfolg wurde. Kritik brachte Mathias Franzius zum Ausdruck, der erläuterte, dass nicht alle im Konzept enthaltenen Projekte realisiert werden konnten, was nicht nur an den eingeschränkten finanziellen Fördermöglichkeiten lag, sondern auch an bürokratischen Verfahrensregeln, bei denen sich vor allem die übergeordneten hessischen Straßenverkehrsbehörden nicht als Förderer der Projekte positiv hervorgetan haben oder immer noch tun. Des Weiteren stellte sich erst bei der Durchführungsplanung heraus, dass die Umsetzung in die Praxis nicht oder nur mit Einschränkungen möglich war.
Stadtverordnetenvorsteherin Adelheid Spruck betonte in ihrem Grußwort, dass die Stadtverordnetenversammlung 2009 den Beschluss zur Unterstützung des Projektes einstimmig beschlossen habe und bedankte sich bei allen Beteiligten und vor allem bei den Vorsitzenden des AK, dem ehemaligen Ortsvorsteher Rainer Strauch, Wolfgang Wagner und nicht zuletzt Arthur Schneider, der bis zum Schluss die Verantwortung übernommen habe. Sie fügte an, dass man auf das Erreichte stolz sein könne, und ließ nicht unerwähnt, dass auch aus dem städtischen Haushalt knapp 590.000€ geflossen seien. Allerdings seien die Bürgerinnen und Bürger auch zu Privatinvestitionen bereit gewesen, um die eigenen Anwesen aufzuwerten. Dafür entstanden unter anderem der wunderschön gestaltete Dorfplatz,  der idyllische Dorfteich,  der Zugang zum Friedhof mit Parkmöglichkeiten, der neugeschaffene Rundweg, die Wärmedämmungsmaßnahmen am Dorfgemeinschaftshaus sowie der neue Internetauftritt und, nicht zu vergessen, das Feuerwehrhaus, für das sich Schreinermeister Stiel besonders einbrachte. Abschließend attestierte Adelheid Spruck der Gemeinde ihre besondere Atmosphäre und stellte fest, Unter-Widdersheim sei ein Dorf zum Wohlfühlen.
Ex-Bürgermeister Hans-Peter Seum, der das Unterfangen von Beginn an wohlwollend unterstützt und begleitet hat, ließ sich spontan zu einem Stegreif-Grußwort überreden. Er erinnerte sich an konstruktive Diskussionen, die als Ansporn dienten, sich tatkräftig einzubringen, was letztendlich zu den jetzt offensichtlichen Ergebnissen geführt habe.
Beim anschließenden von Arthur Schneider geführten Rundgang konnten sich die Besucher selbst von den Veränderungen überzeugen, Schneider zeigte immer wieder „Vorher-Bilder“ und verglich mit dem „Nachher“. Er stellte mehrfach dar, wie aus leer stehenden und maroden Scheunenkränzen moderner Wohnraum entstand, so wurden teilweise aus Schandflecken regelrechte Schmuckstücke.
Abgerundet wurde das Dorffest mit leckerem Kuchen und saftiger Pizza aus dem Backhaus, für Stimmung sorgte die Band „Querbeet“. Auch an die Kinder war gedacht worden, für sie gab es eine spannende Schnitzeljagd durchs Dorf, bei der sie unter anderem Wasserbomben mit der alten Feuerwehrspritze befüllen mussten, bevor sie geworfen wurden. Beim gemeinsamen Feiern zeigten die Unter-Widdersheimer einmal mehr, dass sie zusammenstehen und sich gegenseitig unterstützen. Eben ein Dorf zum Wohlfühlen.
                       
Ortsvorsteher Klaus-Dieter Kammer heißt die Gäste willkommen

Stadtverordnetenvorsteherin Adelheid Spruck beim Grußwort, umrahmt von Mathias Franzius (l) und Arthur Schneider.
Interessierte beim Dorfrundgang

Kuchen aus dem Backhaus wird präsentiert

Ex-Bürgermeister Seum und SPD-Fraktionschef Thomas Jungermann im Gespräch

Kuchen aus dem Backhaus fand reißenden Absatz
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