Arbeitskreis - Unter-Widdersheim - Hessen

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Unter-Widdersheim
Update 14.01.2021
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Arbeitskreis Dorferneuerung Unter-Widdersheim

Bericht Kreis-Anzeiger vom 25.10.2020
 

Die Arbeitskreismitglieder sind zufrieden: Neu mit Basalt verkleidet, ähnelt die Bachmauer den Sockeln der historischen Häuser. Klaus-Dieter Kammer, Maxi Rohrbach, Stefanie Klein und Arthur Schneider (v.l.). Fotos: Maresch
 
Wäschbach in neuem Bild
 
UNTER-WIDDERSHEIM - Die Bauarbeiten zur Renaturierung des Wäschbachs im alten Ortskern in Unter-Widdersheim sind in vollem Gange. Mit gutem Grund können die Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung (AK) von einem krönenden Abschluss sprechen.
 
2008 wurde der Niddaer Ortsteil mit seinen etwa 310 Einwohnern in das Landesprogramm aufgenommen, 2010 war das Grundkonzept erstellt, jetzt nach zehn Jahren läuft der Förderzeitraum aus. Ein Fördervolumen von über zwei Millionen Euro sei aufgewandt worden, war aus dem Arbeitskreis zu hören, davon 450 000 Euro aus öffentlichen Mitteln. Die Verschönerung des Ortsbildes, Schaffung neuer Funktionen, aber unter Beibehaltung des ländlichen Charakters war das Grundprinzip der vielen Maßnahmen in privaten Hofreiten wie auch im öffentlichen Raum, die bis heute realisiert werden konnten. Der Ortsbeirat und der Arbeitskreis arbeiteten eng zusammen.
 
Befreit aus den Betonmauern sollte der Wäschbach werden. Der Abbau des Wehres, die Anlage eines Flachwasserteiches im anschließenden Wiesental waren weitere Ziele. Die Mitglieder des Arbeitskreises erläuterten bei einem Rundgang die Umsetzung. Ortsvorsteher Klaus-Dieter Kammer: "Damit wollen wir den Bach zugänglicher machen und ökologisch aufwerten. Zugleich wird ein traditionelles Element in Wetterauer Dörfern - Fließgewässer und Dorfteich - wieder gewonnen." Arthur Schneider, Vorsitzender des Arbeitskreises, erinnert sich: "Jahrhundertelang floss der Wäschbach frei über eine kleine Staustufe durch den alten Ortskern. Wer den Bach überqueren wollte, musste zwischen Unterdorfstraße und Am Klappersberg eine Furt nutzen." 1913 wurde die Kanalisation und damit die Brücke über den Bach gebaut, der auch teilweise verrohrt wurde. 1949 wurde die Staustufe mit einer Betoneinfassung zu einem kleinen Brandschutzteich erweitert. "Innerörtlich wurden dann die Betonmauern gebaut und das Wehr eingesetzt - teilweise zum Hochwasserschutz, teilweise um dem Bach ein 'ordentliches' Aussehen zu geben."

Projekt „Bachlauf Massohlgraben“ in der Dorferneuerung

Ortsbeirat und Arbeitskreis tagen unter freiem Himmel

Damit es im letzten Jahr der Dorferneuerung vorwärts geht und das noch ausstehende Großprojekt auch realisiert werden kann, mussten sich die zuständigen Gremien mit notwendigen Änderungen in der Ausführungsplanung befassen.                                              
 
Erste Entwürfe aus dem AK Dorferneuerung aus dem Jahr 2010 zeigen obige Bilder. Wie vorgesehen soll die Staustufe beseitigt und das Bachbett eine natürlichere Gestalt erhalten, wobei die Umfassungsmauern entlang der Straße „Am Klappersberg“ erhalten werden müssen. Welches Aussehen der sichtbare Mauerabschluss erhalten soll, stellte der Chef des Büros Planwerk, Wolfgang Wagner anschaulich anhand einer Zeichnung vor.

So wird die derzeitige Umzäunung abgebaut und nur im Bereich des Straßendurchlasses durch ein Gitter ersetzt. Daran anschließend in Richtung Osten erhält die zu sanierende Betonmauer einen straßenseitigen 20 cm hohen Basaltbordstein und eine Abdeckung aus Basaltpflaster. In dieses Pflaster eingelassen werden im Abstand von 3 m Sandsteinpoller. Die Bachbettsohle wird so angehoben und zur Mauer angeböscht, dass zwischen Mauerkrone und Böschung nur noch ein Höhenunterschied von 50 bis 60 cm verbleibt. Der sichtbare Teil der gegenüberliegenden Betonmauer wird seitlich durch Basaltsteine verblendet und erhält eine Sandsteinabdeckung. Das künftige Bachbett wird über zwei Treppenabgänge erreichbar und erlebbar sein.
 
Ortsbeirat und Arbeitskreis haben der Planänderung zugestimmt.

Arbeitskreis Dorferneuerung stellt sich neu auf

Als Reaktion auf den tragischen Tod ihres AKDE-Vorsitzenden Wolfgang Wagner und im Bemühen, Wolfgang Wagners erfolgreich Arbeit auch in der Schlussphase der Dorferneuerung Unter-Widdersheim fortzusetzen, hat der Arbeitskreis in seiner jüngsten Sitzung folgende Entscheidungen getroffen:
     
  • Arbeitskreisvorsitzender ist Arthur Schneider
  • Die Stellvertreterfunktion hat Dr. Mathias Franzius übernommen
  • Zur Arbeitsteilung im Arbeitskreis wurden folgende Projektbeauftragte bestimmt
         
         - Projekt DGH UW – Markus Schorer und Arthur Schneider
         - Projekt Dorfteich/Bachlauf – Stefanie Klein, Klaus-Dieter Kammer, Maxi      Rohrbach
         - Projekt innerörtliche Wege (O.-W. Straße) – Arthur Schneider

Ansprechpartner
Arthur Schneider
Ober-Widdersheimer-Str. 9
63667 Nidda

Telefon: 06402 9720
E-Mail: akdeuw[ät]@unter-widdersheim.de
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