Arbeitskreis - Unter-Widdersheim - Hessen

Wohnort im Grünen - naturnah und offen für Mensch und Tier -
Unter-Widdersheim
Update 08.10.2021
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Arbeitskreis Dorferneuerung Unter-Widdersheim

Neuigkeiten von den Projekten in der Dorferneuerung

Was im April 2021 begonnen wurde, ist nunmehr fertig. Die Tisch/Bänke-Gruppe am Dorfteich steht und lädt Spaziergänger, Wanderer und Radler zum Verweilen ein. Bis es soweit war, musste ein gefällter Eichenstamm aus dem Unter-Widdersheimer Stadtwald geholt, zugeschnitten, gehobelt und zu Tisch und Bänken zusammengebaut werden. Die Transportarbeiten hatten Jens Schneider und Jovan Velten übernommen. Getischlert wurden Tisch und Bänke von Sanel Bolic´. Den Standort und damit die „Fundamente“ der Gruppe haben Wolfgang Brettschneider, Mathias Franzius und Arthur Schneider vorbereitet; dabei geholfen hat mit entsprechendem Maschineneinsatz wiederum Jens Schneider, unterstützt von Jovan Velten.
1Tisch/Bänke-Gruppe mit Blick ins Wiesental Richtung Ober-Widdersheim


2 Die finalen Helfer beim Probesitzen am Dorfteich
 
Jetzt fehlen noch die Basaltsteinquader zur Abgrenzung des Platzes. Arthur Schneider, Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung, ist zuversichtlich, dass dieser „Kraftakt“ auch noch gelingt. Und wenn die Stadt Nidda irgendwann einmal noch eine kombinierte Hundekotbeutel und –abfallstation aufstellen lässt, kann das Projekt Dorfteich als abgeschlossen bezeichnet werden.
 
Mit Denkmalpfleger Jung durch Unter-Widdersheim

Altes Gemäuer hat eine besondere Charakteristik, Fachwerkbauten prägen Ortsbilder. In diesen Häusern stecken Wilde Männer, besondere Potenziale und auch die ein oder andere Überraschung.

Von Myriam Lenz Lokalredakteurin Kreis-Anzeiger

Gustav Jung (mit Mütze) zog eine Traube an interessierten Dorfliebhabern durch die Gassen von Unter-Widdersheim.
 
UNTER-WIDDERSHEIM - Gustav Jungs Augen wandern über die Fassaden, sie inspizieren Balken, interpretieren Dachneigungen und sind erfreut, wenn sie "Wilde Männer" im Fachwerk entdecken. Und während Jung in gemächlichem Tempo durch die Straßen und Gassen von Unter-Widdersheim schlendert, mit den Bewohnern spricht, wirkt sein Gesichtsausdruck äußerst entspannt. Es ist kein gewöhnlicher Spaziergang, das erkennt man an den rund 20 Personen, die er im Schlepptau hat. Sie lauschen interessiert seinen Erzählungen. Wenn Jung mit seinem Antennenstab auf Details im Giebel zeigt, wandern 20 Augenpaare in die Höhe.
 
Die Dorf-Akademie der Leader-Region Wetterau/Oberhessen hat zur Ortsbegehung mit Gustav Jung eingeladen. Der Diplom-Ingenieur aus Bad Nauheim ist Architekt und Denkmalpfleger sowie Vorsitzender des Denkmalbeirats des Wetteraukreises. In dem kleinen Niddaer Stadtteil will er an diesem Nachmittag das Potenzial aufweisen, das in alten Gemäuern steckt. Jung ist diese Aufgabe auf den Leib geschnitten. "Ich steh' selbst unter Denkmalschutz", sagt er amüsiert. Die Behörde, die er vertritt, wird von vielen mit Argwohn betrachtet. Schon allein wegen der Ahnung, dass ein Kontakt vor allem teuer und kompliziert wird. Jung wirkt unkompliziert und hilfsbereit.
 
Marius Wetz, Projektmanager der Dorf-Akademie, freut sich über die rege Resonanz. Die Dorf-Akademie ist ein Kind des Förderprogramms "Kommunen innovativ - Dorf und Du". Es ist ein Bekenntnis zum Leben auf dem Land. Die Schulungen und der Austausch sollen für eine nachhaltige Ortsinnenentwicklung sensibilisieren. Um die Dörfer lebens- und liebenswert zu erhalten, muss das Augenmerk einerseits auf die Infrastruktur gelegt werden. Es geht zum Beispiel um Fragen, woher Gertrud ihre Lebensmittel bekommt, wo Herbert einen Arzt findet, wie Kevin, der noch keinen Führerschein hat, nach Nidda gelangt, und ob Sabine im Dorf eine ausreichende Internetverbindung für ihren Job hat. Andererseits geht es darum, Gertrud, Herbert, Kevin und Sabine miteinander ins Gespräch zu bringen, also die Gemeinschaft zu pflegen, ein soziales Netz zu weben, wie es früher selbstverständlich war, heute aber oft verloren ist.
 
Unter-Widdersheim befindet sich in der Abschlussphase der Dorferneuerung und bietet mit seinen schön sanierten Fachwerkhäusern und öffentlichen, gestalteten Plätzen nachahmenswerte Beispiele. An diesem sonnigen Nachmittag ist hier einiges los. Ob auf einer Sitzbank am Gehsteig, über den Gartenzaun oder vom Fenster aus ... auf der 'Gass' wird gebabbelt. Eine erkennbar aktive Gemeinde, findet auch Gustav Jung. "Das Dorf ist überraschend gut erhalten, Unter-Widdersheim hat seine Chance im Rahmen der Dorferneuerung genutzt. Das klappt nicht in jedem Dorf", ist Jung überzeugt.
 
Vor dem Rundgang erklärt er im Dorfgemeinschaftshaus die städtebaulichen Elemente, zeigt das Dorfbild aus der Vogelperspektive. Der historische Ortskern ist durch seine drei- und vierseitigen Hofanlagen geprägt. Jung deutet auf die Wohnhäuser hin, deren Giebel zur Straße weisen. Im Hof, in direktem Anschluss an die Häuer, befinden sich meist Ställe und Nebengebäude, dahinter, also quer zur Straße, eine große Scheune, die von oben gesehen einen Kranz bilden.
 
VOM UMGANG MIT ALTER BAUSUBSTANZ
 
Für den Denkmalschutz hat neben der Erhaltung historischer Gebäude auch die Sanierung der alten Bauteile große Bedeutung. Alte Fenster, Türen und Fußböden haben erheblichen historischen, technischen und wirtschaftlichen Wert. Allzu leicht werden diese Bauteile entfernt und häufig durch minderwertige Plastikbauteile, bestenfalls durch gute Nachbauten ersetzt.
 
Alte Holzdielenböden müssen nicht zwingend ausgetauscht werden. In den meisten Fällen können die alten Böden wieder aufgearbeitet werden. Spachtelmasse, Unterlegpappen oder Kleber können vor der Sanierung des Bodens mit einer speziellen Schleifmaschine entfernt werden. Wenn erforderlich, werden breite Fugen zwischen den Dielen mit einer keilförmig geschnittenen Leiste in gleicher Holzart wie im Bestand ausgeleimt. Danach werden die Böden mehrfach abgeschliffen, die Nägel versenkt und die Nagellöcher ausgespachtelt. Zum Schluss erhält der Boden eine dreifache Oberflächenbehandlung mit Öl. Der alte Boden ist ein wichtiger Beitrag zum Wohnwert und zur Lebensqualität. Aber auch unter dem Aspekt der Dauerhaftigkeit und Ressourcenerhaltung ist die Erhaltung alter Böden ein wichtiger und richtiger Schritt.

Historische Fenster können nicht mehr hergestellt werden. Sie sind einzigartige Zeugnisse früherer Handwerkskunst, die von der Holzauswahl, über die Bauweise bis zu den Beschlägen geht. In der Werkstatt sollte das Fensterglas ausgeglast werden. Durch Wärmebehandlung wird der Lack schonend abgenommen. Schadstellen werden ausgebessert, zerstörte Sprossen und Wetterschenkel erneuert und die alten Beschläge wieder gangbar gemacht. Danach müssen die Oberflächen abgeschliffen werden. Wenn das Fenster fertig restauriert ist, werden eine Leinölgrundierung und die Leinölfarbe aufgebracht. Um eine Verbesserung der Dichtigkeit zu erzielen, kann ein Silikondichtungsschlauch eingebaut werden. Allerdings ist eine 100-prozentige Dichtigkeit bei alten Fenstern nicht zu erzielen. Für den Schall- und Wärmeschutz kann ein zusätzliches Innenfenster eingebaut werden. Dabei sollte auch die Wärmedämmung der Wand verbessert werden. (red)/ Foto: Möller
 
Mit Querschnitten erklärt er den Aufbau eines Fachwerkhauses von der Gründung mit Gewölbedecke, dem Rahmen und Grundschwellen, über die Wilden Männer, also Strebenkreuze, die die Bundwände stabilisieren, die Ebenen, die Geschoss für Geschoss nach demselben Schema aufeinandergesetzt werden, bis hin zu den "liegenden Stühlen". Das sind schräg eingesetzte Säulen in alten Dachgeschossen, die als Fruchtspeicher genutzt wurden.
 
Jung geht auf alte Fußböden, historische Fenster, Türen, Beschläge und Baustoffe ein, bevor es zum praktischen Teil geht.
 
In der Unterdorfstraße 8 steht ein quergelagerter Fachwerkbau. Das Gebälk ist unter dem Putz versteckt. Die Lage und die Größe des Baus sind ungewöhnlich. Jung weist auf die alten Fensteröffnungen, die starken Übersetzungen und das steile Dach hin. Es ist ein Kulturdenkmal und auf das 16. /17. Jahrhundert datiert. Es könnte sich um ein Amtshaus gehandelt haben. Der Denkmalpfleger gibt einen Tipp: "Wenn man die Fassade im Nebel betrachtet, zeichnen sich oft die Balken unter dem Putz ab". Dann erzählt das Haus.
 
An einer Fassade in der Oberdorfstraße ist auf einer kleinen Fläche der Außenputz abgebröckelt und legt die Sicht auf Lehmputz und Flechtwerk frei. Im Laufe der Jahrhunderte sei ganz viel von diesem Handwerk verloren gegangen, weil immer schneller gebaut werden musste. "Lehm und Holz passen sehr gut zusammen", erklärt Jung. Lehm könne gut mit Feuchtigkeit umgehen und schaffe im Haus ein angenehmes Raumklima. Wer alten Lehmputz wiederverwenden möchte, sollte dennoch vorsichtig sein. Lehmputz aus einem Stall ist weniger geeignet und er darf auch nicht mit Pilzen befallen sein. Mittlerweile gebe es hervorragende Baustoffe mit Lehmsteinen, die vorgefertigt sind.
 
Barbara Weimann ist seit Jahren damit beschäftigt, das elterliche Haus in der Oberdorfstraße 3 zu renovieren. Als die Gruppe vorbeikommt, zeigt sie eine Collage mit Bildern von der schmucken kleinen Hofreite. Die Fenster hat sie vor einigen Jahren nachbauen lassen, eine Restaurierung war zu aufwendig. "Jeder Balken ist anders, alles ist schief", erklärt sie lachend und zeigt damit die Schwierigkeiten eines denkmalgeschützten Hauses auf. Heute, so vermutet sie, wäre die Unterstützung der Behörden vielleicht einfacher.
 
Das ist anzunehmen, gibt es doch zahlreiche Förderprogramme, auch über Sonderabschreibungen für Kulturdenkmäler, auf die Jung und Wetz wiederholt hinweisen und Informationen und ihren Rat zusichern.
 
"Wir verlieren zunehmend den Bestand an historischen Fenstern", bedauert Jung. Ein guter Restaurator könne fast jedes Fenster wiederherstellen.
 
Ein paar Häuser weiter macht er auf den Giebel eines Fachwerkhauses aufmerksam. Dessen Balken weisen wie die Äste eines Tannenbaums himmelwärts. Dies könnte ein Hinweis auf eine Ähre sein. Ein paar Meter weiter bleibt die Gruppe staunend vor dem alten Feuerwehrgerätehaus mit Backhaus stehen. Es ist ein Komplex mit Charakter und Charme.
 
Maxi Rohrbach öffnet die Türe zu ihrem stilvoll geschmückten und mit vielen Pflanzen bewachsenen Gehöft in der Straße Am Klappersberg. "Hier würde man gleich Urlaub machen", sagt eine Teilnehmerin. Maxi Rohrbach erzählt, dass es sich um ein altes Mühlengebäude handelt, das Recht zum Mahlen ist um 1700 erteilt worden, die Scheune entstand 1702. An der Fassade entdeckt Jung vier Wilde Männer, am Nebengebäude, das einmal eine Schmiede war, Stippputz, eine alte Form der Verzierung der Gefache. Mit Wohlwollen registriert er die lang haltbaren Biberschwänze auf dem Dach. Im hinteren Bereich des Mühlengebäudes wurde ein Teil mit Bruchsteinen aus Basalt gemauert. Dort könnten früher Räume, in denen die Brandgefahr größer als in anderen Bereichen war, gewesen sein. Stein oder starkes Fachwerk sollten da vorbeugen.
 
"Für unsere Dörfer brauchen wir dringend auch eine neue Nutzung", plädiert Jung. "Dazu gehören auch die Bereitstellung moderner Medien und eine öffentliche digitale Infrastruktur." Das Landoffice, auch als Co-Working-Spaces bekannt, biete den Dorfbewohnern die Möglichkeit, gemeinsam Büros in Wohnortnähe zu nutzen. Digitale Bürgerhäuser böten unter anderem die Chance, fürs Dorf wichtige Dienstleistungen, wie zum Beispiel Mitfahrgelegenheiten, publik zu machen.
 
"Die Erhaltung von Fachwerk und alten Gebäuden ist ein wichtiger Baustein für das Dorfbild", verdeutlicht Marius Wetz. Die Dorfentwicklung sieht er auch im Zusammenhang mit der interkommunalen Landesgartenschau 2027 in Oberhessen. Wetz ermutigt die Zuhörer, sich mit allen Fragen und Ideen direkt an ihn zu wenden. Mit solch erfahrenen Leuten wie Gustav Jung an der Seite, sei vieles umsetzbar.
 
Kontakt: Telefon: 06031/7726918; marius.wetz@wfg-wetterau.de.
Quelle: Kreis-Anzeiger Samstag, 04.09.2021
Neuigkeiten von den Projekten in der Dorferneuerung
 

Jüngst haben sich Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung Unter-Widdersheim (AKDE UWi) zu einem Arbeitseinsatz am Dorfteich verabredet. Neben der Pflanzung von Bäumen (Grau- und Kopfweiden) am Teichufer standen auch noch eine Graseinsaat auf der umgebenden Wiesenfläche und die Säuberung des angrenzenden Bachbettes von Müll an. In Zweierteams oder Solo gingen die Einsatzkräfte zu Werke, damit auch die Schutzauflagen in der derzeitigen Corona-Pandemie eingehalten werden konnten. Zeitgleich waren drei weitere Helfer damit beschäftigt, einen gefällten Eichenstamm aus dem Unter-Widdersheimer Stadtwald zu bergen. Dieser Stamm wird, zerlegt in Abschnitte, die Basis für eine noch am Dorfteich aufzustellende Sitzgruppe (Tisch und zwei Bänke) sein.




Mittlerweile besiedeln Muscheln und Fische den Teich, die dort auch im Winter einen Rückzugsort hatten. Nicht begeistert waren die Biologen unter den Helfern darüber, dass „gut meinende“ Unter-Widdersheimer Goldfischbesitzer ihre Tiere in großer Zahl im Teich ausgesetzt haben. Die Goldfische sind Allesfresser und fressen nicht nur die Eier und Larven von Stechmücken, sondern auch den Laich von Fröschen und anderen Amphibien. Ob der Goldfisch ein Problem im Teich ist, wird sich zeigen, hat er doch auch bei uns einen natürlichen Fressfeind, den Graureiher.
 
Bericht Kreis-Anzeiger vom 25.10.2020
 

Die Arbeitskreismitglieder sind zufrieden: Neu mit Basalt verkleidet, ähnelt die Bachmauer den Sockeln der historischen Häuser. Klaus-Dieter Kammer, Maxi Rohrbach, Stefanie Klein und Arthur Schneider (v.l.). Fotos: Maresch
 
Wäschbach in neuem Bild
 
UNTER-WIDDERSHEIM - Die Bauarbeiten zur Renaturierung des Wäschbachs im alten Ortskern in Unter-Widdersheim sind in vollem Gange. Mit gutem Grund können die Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung (AK) von einem krönenden Abschluss sprechen.
 
2008 wurde der Niddaer Ortsteil mit seinen etwa 310 Einwohnern in das Landesprogramm aufgenommen, 2010 war das Grundkonzept erstellt, jetzt nach zehn Jahren läuft der Förderzeitraum aus. Ein Fördervolumen von über zwei Millionen Euro sei aufgewandt worden, war aus dem Arbeitskreis zu hören, davon 450 000 Euro aus öffentlichen Mitteln. Die Verschönerung des Ortsbildes, Schaffung neuer Funktionen, aber unter Beibehaltung des ländlichen Charakters war das Grundprinzip der vielen Maßnahmen in privaten Hofreiten wie auch im öffentlichen Raum, die bis heute realisiert werden konnten. Der Ortsbeirat und der Arbeitskreis arbeiteten eng zusammen.
 
Befreit aus den Betonmauern sollte der Wäschbach werden. Der Abbau des Wehres, die Anlage eines Flachwasserteiches im anschließenden Wiesental waren weitere Ziele. Die Mitglieder des Arbeitskreises erläuterten bei einem Rundgang die Umsetzung. Ortsvorsteher Klaus-Dieter Kammer: "Damit wollen wir den Bach zugänglicher machen und ökologisch aufwerten. Zugleich wird ein traditionelles Element in Wetterauer Dörfern - Fließgewässer und Dorfteich - wieder gewonnen." Arthur Schneider, Vorsitzender des Arbeitskreises, erinnert sich: "Jahrhundertelang floss der Wäschbach frei über eine kleine Staustufe durch den alten Ortskern. Wer den Bach überqueren wollte, musste zwischen Unterdorfstraße und Am Klappersberg eine Furt nutzen." 1913 wurde die Kanalisation und damit die Brücke über den Bach gebaut, der auch teilweise verrohrt wurde. 1949 wurde die Staustufe mit einer Betoneinfassung zu einem kleinen Brandschutzteich erweitert. "Innerörtlich wurden dann die Betonmauern gebaut und das Wehr eingesetzt - teilweise zum Hochwasserschutz, teilweise um dem Bach ein 'ordentliches' Aussehen zu geben."
Neuigkeiten von den Projekten in der Dorferneuerung
 
In den letzten Wochen sind die noch laufenden Infrastruktur-Projekte in der Unter-Widdersheimer Dorferneuerung ein großes Stück vorangekommen.
Mit dem Projekt Dorfteich ging es am 17. September 2020 los. Der Teich war schnell ausgehoben und dank des Bachwassers bald gefüllt.

Mittlerweile wohnen Muscheln und Fische darin, die dort auch im Winter einen Rückzugsort haben. Noch ist das Ufer etwas kahl, nächstes Jahr mit den ausgesäten Uferpflanzen und den noch kommenden Wasserpflanzen und Weiden wird er einen ganz anderen Eindruck machen. Auf einer neuen Sitzgruppe kann man dann den neuen Dorfteich bewundern.

 

Sanierung und Neugestaltung des Bachlaufes im Bereich des ehemaligen Brandweihers
Hier ein bildlicher Vergleich von damals und heute:

Schon nach Öffnung des Stauwehrs hat sich der Bach seinen Weg durchs Bachbett gesucht. Deutlich sichtbar waren nach Ablassen des Stauwassers die enormen Schäden an den Stützmauern.
Das Bachbett heute hinter den ebenfalls sanierten privaten Scheunen.

 
Und mit Sandsteintreppe in der Biegung

 
Gut sichtbar ist auch die Mauerkrone mit Basaltpflaster und Sandstein-Poller auf der total sanierten Stützmauer entlang der Straße.

Auch hier werden im nächsten Jahr die ausgesäten Uferpflanzen den Bach säumen. Als Letztes wird noch an der Straßenbrücke bis zur seitlichen zweiten Treppe ein Geländer installiert.

Gehweg und Verbindungsweg im Bereich der Ober-Widdersheimer Straße sind fertig. Damit können Fußgänger und Radfahrer zwischen Altdorf und Neudorf pendeln und müssen nur noch einmal die Fahrbahn der Kreisstraße queren.



Im Dorfgemeinschaftshaus sind die Arbeiten zur Sanierung und Wärmedämmung im Treppenhaus noch im Gange. Die Einrichtung eines Jugendraumes im Keller kann leider aus Gründen des Brandschutzes und der damit verbundenen baulichen Auflagen zurzeit nicht realisiert werden. Die Einrichtung eines Infozentrums für das NSG Mittlere Horloffaue im Dorfgemeinschaftshaus steht noch aus.

 
 

Projekt „Bachlauf Massohlgraben“ in der Dorferneuerung

Ortsbeirat und Arbeitskreis tagen unter freiem Himmel

Damit es im letzten Jahr der Dorferneuerung vorwärts geht und das noch ausstehende Großprojekt auch realisiert werden kann, mussten sich die zuständigen Gremien mit notwendigen Änderungen in der Ausführungsplanung befassen.                                              
 
Erste Entwürfe aus dem AK Dorferneuerung aus dem Jahr 2010 zeigen obige Bilder. Wie vorgesehen soll die Staustufe beseitigt und das Bachbett eine natürlichere Gestalt erhalten, wobei die Umfassungsmauern entlang der Straße „Am Klappersberg“ erhalten werden müssen. Welches Aussehen der sichtbare Mauerabschluss erhalten soll, stellte der Chef des Büros Planwerk, Wolfgang Wagner anschaulich anhand einer Zeichnung vor.

So wird die derzeitige Umzäunung abgebaut und nur im Bereich des Straßendurchlasses durch ein Gitter ersetzt. Daran anschließend in Richtung Osten erhält die zu sanierende Betonmauer einen straßenseitigen 20 cm hohen Basaltbordstein und eine Abdeckung aus Basaltpflaster. In dieses Pflaster eingelassen werden im Abstand von 3 m Sandsteinpoller. Die Bachbettsohle wird so angehoben und zur Mauer angeböscht, dass zwischen Mauerkrone und Böschung nur noch ein Höhenunterschied von 50 bis 60 cm verbleibt. Der sichtbare Teil der gegenüberliegenden Betonmauer wird seitlich durch Basaltsteine verblendet und erhält eine Sandsteinabdeckung. Das künftige Bachbett wird über zwei Treppenabgänge erreichbar und erlebbar sein.
 
Ortsbeirat und Arbeitskreis haben der Planänderung zugestimmt.

Arbeitskreis Dorferneuerung stellt sich neu auf

Als Reaktion auf den tragischen Tod ihres AKDE-Vorsitzenden Wolfgang Wagner und im Bemühen, Wolfgang Wagners erfolgreich Arbeit auch in der Schlussphase der Dorferneuerung Unter-Widdersheim fortzusetzen, hat der Arbeitskreis in seiner jüngsten Sitzung folgende Entscheidungen getroffen:
     
  • Arbeitskreisvorsitzender ist Arthur Schneider
  • Die Stellvertreterfunktion hat Dr. Mathias Franzius übernommen
  • Zur Arbeitsteilung im Arbeitskreis wurden folgende Projektbeauftragte bestimmt
         
         - Projekt DGH UW – Markus Schorer und Arthur Schneider
         - Projekt Dorfteich/Bachlauf – Stefanie Klein, Klaus-Dieter Kammer, Maxi      Rohrbach
         - Projekt innerörtliche Wege (O.-W. Straße) – Arthur Schneider

Ansprechpartner
Arthur Schneider
Ober-Widdersheimer-Str. 9
63667 Nidda

Telefon: 06402 9720
E-Mail: akdeuw[ät]@unter-widdersheim.de
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